Nachbericht zur Deutschen Einzelseniorenmeisterschaft 2018

Zunächst: Matze hatte mich bereits vor dem Turnier gebeten, einen Bericht zu der Veranstaltung zu liefern. Bei dem bereits bekannten Turnierverlauf fällt mir das Schreiben in der „3.Person“ schwer. Daher habe ich mich für die „Ich-Form“ entschieden.

Am letzten Wochenende fanden in der schönen Multifunktionsanlage ARAMIS in Nebringen-Gäufelden die bereits 40. Deutschen Seniorenmeisterschaften statt. 120 Spieler, verteilt auf 11 Altersklassen in den Kategorien Ü 35 – Ü 70 gingen an den Start.

Und auch ich durfte mal wieder Gast einer sehr schönen Veranstaltung sein. Von Freitagmorgen bis Sonntagnachmittag gab es viele faire und umkämpfte Spiele innerhalb des Courts und noch mehr Freude mit guten Unterhaltungen, hervorragender Verpflegung und ausgiebiger Spielerparty außerhalb des Courts.

Ich persönlich ging erstmals in der Altersklasse Ü45 an den Start. Für das Feld hatten 6 Damen gemeldet, die alle im Rahmen eines Gruppensystems gegeneinander spielen sollten. Alle Damen waren mir sehr gut bekannt, reisen wir doch seit Jahren auch sehr oft gemeinsam zu Masterturnieren auf der ganzen Welt.

Mein erstes Match durfte ich gegen „eine alte Bekannte“, Petra Kölmel, aus Baden Baden bestreiten. Petra legte in jedem Satz los wie die Feuerwehr, aber zum Ende der Sätze schlichen sich doch jeweils einige Konzentrationsfehler ein, so dass ich das Match 3:0 gewinnen konnte.

Auch meine weiteren Matches gegen Claudia Mich, Heike Britten (beide vom SC Heidenkopf/Saarland) und Nina Janisch (TSV Haar/Bayern) konnte ich 3:0 gewinnen.

Aufgrund der weiteren Ergebnisse innerhalb der Gruppe kam es am Sonntag dann tatsächlich zu einem Finale zwischen Iris Stockbauer vom RSC München und mir. Iris hatte  ihre Spiele zuvor  sehr deutlich jeweils mit 3:0 gewonnen.

Mit Iris habe ich gemeinsam vor vielen Jahren bereits für Regensburg und München in einem Team in der Bundesliga gespielt. Ich wusste also, was mich erwartete. Iris ist eine Spielerin, die für ihre gute Dynamik und Schnelligkeit bekannt ist. Beides Eigenschaften, die mich nicht unbedingt auszeichnen(-:

Also musste ich Geduld, Ausdauer und Präzision auspacken. Die ersten beiden Sätze gingen 11:6 an mich. Das kam mir schon nicht geheuer vor, denn wir hatten in der Vergangenheit schon sehr viele enge Matches, aber meist bin ich einem Rückstand „hinterhergerannt“ und mehrfach auch als Verliererin vom Court gegangen.

In Satz 3 kam Iris besser in das Spiel und nutze überwiegend den vorderen Bereich des Courts, um zu punkten, so dass ich 4:11 verlor.  In Satz 4 setzte Iris diese Spielweise fort und lag letztendlich 10:6 in Führung. Es folgten zähe Ballwechsel, die, Gott sei Dank, zu meinem Gunsten ausgingen und ich sogar mit 11:10 in Führung gehen konnte. Matchball: Aber Iris machte den nächsten Punkt. 11:11. Den nächsten Ballwechsel beendete ich wahrscheinlich mit dem besten Stopp meines Lebens, aus dem hinteren Bereich des Courts, direkt ins Nick u. Millimeter über das Tin. Jahrelang mit  Robin geübt und zum besten Zeitpunkt angewandt (-;. An den Matchball kann ich mich leider nicht mehr erinnern. Irgendwann hab ich das Tin gehört und ich wusste, dass ich nicht am Schlag war. 13:11! Gott sei Dank! Ich mag gar nicht darüber nachdenken, was passiert wäre, wenn ich einen 5. Satz hätte spielen müssen!

Ende gut – alles gut! Ich freue mich sehr über meinen ersten Meistertitel in der Altersklasse Ü45, auch in der Hoffnung, hierdurch eine bessere Setzung für die Weltmeisterschaften der Senioren in den USA im Juli/August zu bekommen. So bleibt mir vielleicht erspart, in der 1. Runde gegen die ehemalige Nr. 1 der Weltrangliste, Sarah Fitzgerald (Australien), spielen zu müssen.

Offizielle Nachberichte, Ergebnisse und Fotos findet Ihr hier:

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