Fahrt zum Grasshoppers Cup in Zürich, Viertelfinaltag

Am Freitag den 5.5. war es soweit. Aufbruch nach Zürich, um sich die Profis der PSA beim Spielen auf höchstem Level anzuschauen.

Nach einer kurzweiligen Hinfahrt, konnten wir das hervorragende Wetter nutzen und unser vorbereitetes Picknick am Zürichsee in Angriff nehmen. Dank kulinarischer Leckerbissen, gutem Wetter und einer fantastischen Aussicht herrschte gute Laune im Überfluss und wir diskutierten die zu erwartenden Spiele und es wurden verschiedenste Anekdoten aus dem Squashleben der Mitfahrer zum Besten gegeben.

Angekommen vor der Halle, verabredet mit unseren letzten Mitstreitern, gab es ein kurzes erfrischendes Bier und eine tolle Überraschung. Niemand anderes als Mohamed El Shorbagy war auf dem Weg vom Hotel zur Halle zu seinem Viertelfinaleinsatz gegen Ali Farag. Auf unsere spontane Bitte eines Gruppenbildes mit ihm, reagierte er sofort gutgelaunt und machte diverse Fotos mit uns zusammen, dabei war es auch seine Idee dieses Selfie zu machen. Ein Media-Profi halt.

Insgesamt kann man aber sagen, dass alle Spieler einem sehr nah waren. Selfies nach einem Spiel mit dem Gewinner waren ohne weiteres möglich, der Verlierer hatte aus verständlichen Gründen weniger Lust dazu. Auch anwesende Profi-Spielerinnen wie Camille Serme oder Raneem El Weily waren ohne weiteres bereit, sich fotografieren zu lassen.

Unser erstes Spiel war M. El Shorbagy gegen Ali Farag. Und was soll ich sagen, vom ersten Ballwechsel an, versetzte der spannende 5-Satz-Kampf einen in Staunen. Diverse „Oh“ und „Ah“ waren zu hören und die ausverkaufte Halle mit den enthusiastischen Zuschauern feierte die Leistung der Spieler gebührend. Hier gewann Ali Farag.

Was nicht unerwähnt bleiben sollte, unsere Sitzplätze waren super. Eine Reihe schräg hinter dem Schiedsrichter ermöglichten einen guten Blick auf den Court und auch mal auf das Equipment des Schiedsrichters.

Das zweite Spiel an dem Tag war Omar Mossad gegen Nick „The Wolf“ Matthew. Hier war der Brite zu überlegen und er konnte sich in 3 Sätzen durchsetzen.

Das dritte Spiel wurde von uns mit Spannung erwartet, spielte doch unser deutscher Top-Spieler Simon Rössner gegen die aktuell unumstrittene Nr. 1 der Welt Gregory Gaultier. Trotz heftiger Gegenwehr von Simon, hatte er letztendlich wenig Chancen gegen den „French General“ und verlor in 3 Sätzen. Ich persönlich fand, dass das Spiel die Dominanz von Gaultier unterstrich, hatte ich doch immer das Gefühl, dass Gregory Gaultier noch „einen Gang“ hätte hochschalten können.

Das vierte und letzte Spiel an dem Tag war wieder ein rein ägyptisches Duell zwischen Tarek Momen und Karim Abdel Gawad (der zu der Zeit die Nr. 1 der PSA war, bevor er kurz danach von Gregory Gaultier abgelöst wurde). Auch hier war wieder Squash auf allerfeinstem Niveau zu sehen. Spannende fünf Sätze, mit Ballwechseln zum Zunge schnalzen waren bei dem Spiel wieder bestimmend. Am Ende unterlag „Baby-faced Assassin“ Gawad und Tarek Momen zog ins Halbfinale ein.

Insgesamt zeigten alle Spiele Squash von seiner interessanten, schnellen, fast akrobatischen Seite und als Freizeitspieler (oder ambitionierter Ligaspieler) fragt man sich, welche Kondition, welche Konzentrationskraft und Präzision die Profis dabei zustande sind an den Tag zu legen. Auf der anschließenden Rückfahrt wurden die gesehenen Spiele ausgiebig diskutiert. Alleine dadurch war diese dann ebenfalls sehr kurzweilig.

Für mich steht als Fazit fest, nächstes Jahr wieder!

Am Sonntag gewann dann Gregory Gaultier gegen Ali Farag in 3 Sätzen und gab damit im Turnierverlauf keinen Satz ab.

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